Warum es jobsuchi gibt
Ich habe diese Werkzeuge für meine Frau und meinen Sohn gebaut. Dann für alle anderen.
Meine Frau sucht eine Teilzeitstelle. Mein Sohn eine Lehrstelle. Zwei sehr unterschiedliche Bewerbungen, und beide hingen am selben Punkt fest: nicht am Können, sondern an der Verwaltung.
Für jede Stelle sollten Lebenslauf, Motivationsschreiben und Anschreiben zueinander passen. Am Küchentisch lagen irgendwann vier Versionen davon, und niemand wusste mehr, welche abgeschickt worden war. Dazu die Termine: Wann ging die Bewerbung raus, wann hätte eine Antwort kommen sollen, wann ist das zweite Gespräch? Und darüber die Frage, auf die niemand eine belastbare Antwort gab: Wie muss ein Lebenslauf aufgebaut sein, damit ihn eine Bewerbungssoftware fehlerfrei ausliest und ein Mensch ihn trotzdem gerne liest?
Ich bin Entwickler, also habe ich gebaut, was wir brauchten. Immer dann, wenn uns etwas zum zweiten Mal einen Abend gekostet hat. Irgendwann waren es genug Einzelteile, dass es sich lohnte, sie zusammenzusetzen. Das ist jobsuchi. Kein Startup-Konzept, das sich einen Markt gesucht hat, sondern Werkzeuge, die bei uns zu Hause zuerst funktionieren mussten.
Die Werkzeuge, und warum es sie gibt
CV-Scan
Der Lebenslauf meiner Frau war gut. Trotzdem kamen Absagen ohne Begründung. Niemand sagt dir, ob die Bewerbungssoftware deine Tabelle gar nicht lesen konnte oder ob die Personalerin etwas anderes vermisst hat. Der Scan sagt es dir.
CV-Anpassung
Für jede Stelle denselben Lebenslauf zu schicken ist bequem und funktioniert schlecht. Ihn jedes Mal von Hand umzubauen dauert einen Abend. Also schneidet das Werkzeug den vorhandenen Lebenslauf auf die konkrete Ausschreibung zu.
Anschreiben
Beim vierten Anschreiben schreibt man Textbausteine ab und merkt es nicht mehr. Genau das lesen Personalverantwortliche heraus. Das Werkzeug beginnt beim Profil und bei der Stelle, nicht bei der letzten Kopie.
Motivationsschreiben
Für die Lehrstelle meines Sohnes zählt weniger die Erfahrung als die Frage, warum ausgerechnet dieser Beruf. Ein Motivationsschreiben ist etwas anderes als ein Anschreiben, deshalb ist es ein eigenes Werkzeug.
Firmen-Check
Zweimal sass jemand von uns im Gespräch und wusste zu wenig über die Firma. Man findet die Informationen ja, aber verstreut über eine halbe Stunde Suche pro Bewerbung.
Bewerbungsfoto
In der Schweiz erwarten viele ein Foto, in Deutschland ist es rechtlich heikel. Für ein Handybild vor der Wohnzimmerwand gibt es Abzug, für ein Fotostudio zahlt man dreistellig. Also erst eine ehrliche Bewertung, dann Verbesserung.
Bewerbungs-Tracker
Das war der Anlass für alles: Wir wussten nicht mehr, wo wir uns beworben hatten und wer wann antworten wollte. Der Tracker ist noch im Aufbau.
Termin-Kalender
Nachfristen und Gesprächstermine gehören in den Kalender, den man ohnehin benutzt, nicht auf einen Zettel. Ebenfalls noch im Aufbau.
Schweizer Regeln, Schweizer KI
Ein Lebenslauf wird nicht überall gleich bewertet. In Deutschland ist ein fehlendes Bewerbungsfoto wegen des AGG kein Mangel, in der Schweiz erwarten es viele Personalverantwortliche. Deshalb prüft jobsuchi gegen die Regeln des Landes, in dem der Arbeitgeber sitzt. Die Regeln stammen von arbeit.swiss (SECO), den Career Services der Universität Zürich und der Universität Bern, dem Europarat, dem AMS und der Bundesagentur für Arbeit — jede Quelle habe ich einzeln geprüft, bevor sie eine Regel begründen durfte.
Dein Lebenslauf wird von KI in der Schweiz und der EU verarbeitet: Infomaniak in Genf, AlpineAI in Zürich, und für Anschreiben und Tailoring Claude über InnoGPT auf EU-Servern. Nur das Bewerbungsfoto geht ohne Namen zur Retusche an Replicate in den USA. Deinen Lebenslauf-Text liest kein OpenAI und kein Google. Steht ein Anbieter nicht auf unserer Liste, wird die Anfrage abgebrochen statt gesendet. Deine Daten werden nicht zum Training verwendet, und die Anwendung, Datenbank und Backups laufen bei Infomaniak in der Schweiz nach Schweizer Datenschutzgesetz. Wer wirklich was verarbeitet, steht offen in der Liste der Auftragsbearbeiter.
Wie das technisch abläuft, steht Schritt für Schritt unter So funktioniert es.
Wer dahintersteht
jobsuchi.ch gehört zu Fackler IT-Solutions, meiner Einzelfirma in Olten. Ich heisse Florian Fackler und schreibe den Code selbst. Kein Investor, kein Support-Team, das dir eine Ticketnummer zuweist. Das hat zwei Seiten: Antworten kommen von der Person, die das Werkzeug gebaut hat, und einen Fehler kann ich am selben Tag beheben. Dafür bin ich eben eine Person und keine Firma mit Nachtschicht.
Wenn ein Ergebnis nicht stimmt, will ich das wissen:gruezi@jobsuchi.ch. Die erste Lebenslauf-Analyse ist kostenlos, auch ohne Konto. Was danach kommt, kostet einmalig, ohne Abo, mit 14 Tagen Rückgaberecht ohne Begründung.
Meine Frau und mein Sohn bewerben sich übrigens immer noch. Was hier steht, muss also weiterhin bei uns zu Hause funktionieren.